Für die ZDF-Sendung frontal habe ich einen deutschlandweiten Betrug mit überteuerten Immobilien untersucht, bei dem Sparkassen eine fragwürdige Rolle spielen. Dabei gelten sie allgemein als seriös…
Der Fall in Kürze: Ein Betrüger aus Hessen kaufte 65 Wohnungen in den Städten Schwerin, Solingen und Axstedt (Niedesachsen) für drei Millionen Euro. Wenige Tage später, manchmal sogar am selben Tag, verkaufte er sie an rund 20 Anleger:innen für fünf Millionen Euro. Jedesmal wurden die Käufe von Sparkassen finanziert, die die Kredite regelrecht durchwinkten. Die Käufer-innen hatten vertrauen: Wenn eine Sparkasse finanziert, muss es doch seriös sein. Zusätzlich hatten sie Vertrauen in die beteiligten Notare – bekanntlich Organe der Rechtspflege. Doch die drückten beide Augen zu und verschwiegen bei Gruppenbeurkundungen, dass die Immobilien wenige Tage vorher nur die Häflte kosteten.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelte acht Jahre lang, in dem Beitrag sagt der Staatsanwaltschaft-Sprecher, es seien so viele Fehler auf Seiten der Sparkassen passiert, das hätte so nicht passieren dürfen. Strafrechtlich jedoch könne man ihnen nichts vorwerfen.
Leider liegt die Anklage der Staatsanwaltschaft seit fast zwei Jahren am Landgericht Darmstadt, ein Eröffnung des Verfahrens ist nicht in Sicht. Der im April 2026 gesendete Beitrag, der seitdem auf YouTube 180.000 Views erzielte, scheint die Justiz-Starre nicht gelöst zu haben.

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