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Kategorie: Print

Sie verdienten Millionen mit Berliner Immobilien – von Jersey aus

Passend zum Housing Action Day 2021 hier nochmal mein erster Artikel über den Immobilienmarkt, erschienen im Tagesspiegel. Damals, 2016, wollte ich wissen, wer der Berliner Büchertisch am Mehringdamm in Kreuzberg verdrängte. Das Antiquariat mit der Mission, Zugang zu Bücher nicht vom Einkommen abhängig machen zu lassen, traf auf einen Immobilien-Investor mit ganz anderen Interessen: Am Berliner Immobilienmarkt so viel wie möglich zu verdienen. Der Plan der Jersey-basierten Firma Taliesin ging auf. Ab 2006 kauften sie rund 60 Gebäude, für weniger als 1.000 Euro den Quadratmeter. 2018 verkauften sie das Paket an den Immobilien-Giganten Blackstone für rund 3.500 Euro den Quadratmeter. Hinter Taliesin standen drei britische Hedge-Fonds-Manager die jeden nur erdenklichen Trick der Steuervermeidung nutzten.

Ein Plattenbau als Nachbar

Und Zack, meine erste Titelseite… im Berliner Kurier. Für ein Boulevard-Blatt hatte ich noch nie geschrieben, aber mal als Werbetexter gearbeitet. Hängt das zusammen? Inhaltlich nicht, formal ja: Aufmerksamkeit, Kürze, Würze – hoffentlich. Hier geht es um den absurden Einzelfall eines rätselhaften Bauprogramms: Die Stadt stellte einen Plattenbau ganz nah an kleine Reihenhäuser in Pankow. Privatsphäre Ade…