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Luxemburgs unbekannte Helden

Eine Geschichte über Mut in Zeiten von Krieg: 1942 wurden irrtümlich junge Luxemburger an den geheimsten Ort Europas stationiert, die Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Dort entwickelte Deutschland potentiell kriegsentscheidende Wunderwaffen: Raketen, Marschflugkörper und Düsenflugzeuge. 20-jährige nahmen es mit der damals größten Militärmacht der Welt auf – mit Schlauheit und Charme schlugen sie den Nazis ein Schnippchenund halfen den Alliierten, die Nazi-Waffenschmiede zu entdecken.

Als das “Dritte Reich” im August 1942 das kleine Luxemburg annektierte, nachdem es das Land zwei jahre zuvor überrannt hatte, begang es unwissend einen schweren Fehler, den es teuer bezahlen sollte. Durch die Einverleibung hatten Luxemburger dieselben Pflichten wie Deutsche, junge Frauen und Männer mussten zum Reichsarbeitsdienst. Ohne die Annektierung wären drei Luxemburger um die 20, Pierre Ginter, Henry Roth und Harri Lamborelle, neben knapp 300 weiteren, wohl nie an den geheimsten Ort des Reichs gelangt, die Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Die Folge: Wenige Monate später entdeckten die Alliierten die Versuchsanstalt. Dabei ahnten sie jahrelang nicht einmal im Entferntesten, dass es eine Heeresversuchsanstalt gab und welche bahnbrechende Waffen man dort entwickelte.

Im militärisch-industriellen Komplex an der Ostsee entwickelten unter der Leitung von Wernher von Braun und Walter Dornberger Hunderte Ingenieure und Tausende Arbeiter, mit schier endlosen Mitteln, nie dagewesenen Technologien: ballistische Raketen, Marschflugkörper, Raketenflugzeuge, Luftabwehrraketen. Es war eine abgeschiedene, privilegierte Welt, vergleichbar mit einer Kleinstadt, bis auf die zahlreichen Zwangsarbeiter. Die Mitarbeiter:innen unterlagen strengsten Regeln: Sie durften außerhalb von Peenemünde kein Wort darüber verlieren, nicht einmal den Standort preisgeben, ansonsten drohte bis zur Todesstrafe.

Seit Anfang der 30er-Jahre forcierten die Deutschen die Entwicklung dieser neuen Technologien, um mit einem Schlag das Doppelverbot von schwerer Artillerie und Luftwaffe des Versailler Vertrags zu umgehen. Die Nazis erreichten in den 40er Jahren laut Experten einen Wissensvorsprung von 10 bis 15 Jahren, nach 1945 überboten sich die USA und die UdSSR, um sich das deutsche Know-How zu sichern. Dass Wernher von Braun nach dem Krieg eine glänzende Karriere in den USA machte ist bekannt.

Raketentest auf Peenemünde, Wiege der Raumfahrt: Die V2 war das erste Fluggerät, das ins Weltall vordrang: am 3. Oktober 1942, damals noch nicht Tag der Einheit.

Die Wunderwaffen richteten in den letzten Kriegsmonaten mehr Schrecken als Schaden an, hatten aber das Potential, den Kriegsverlauf zu ändern. 1948 schrieb General Eisenhower: «Wären die neuen Waffen der Deutschen sechs Monate früher einsatzbereit gewesen, hätte die Landung in der Normandie erheblich erschwert, oder sogar verhindert werden können.» Der erbitterte Widerstand der Deutschen machte eine Verlängerung des Krieges sehr wahrscheinlich, Regisseur Edmund Bohr, der eine Dokumentation über das Thema vorbereitet, meint sogar: «Viele Historiker glauben, dass die USA die erste Atombombe auf deutschem Boden abgeworfen hätten, um das Ende des Krieges zu beschleunigen.»

Doch es kam völlig anders: Im Frühjahr 1943 erkannte England die Gefahr. Regelmäßig trafen in London Angaben zu merkwürdigen Ereignissen an der Ostsee ein, dänische und polnische Widerstandsgruppen meldeten rätselhaft verbrannte Metallteile, die nicht von Flugzeugen stammten. Aber erst die Luxemburger Unterlagen lieferten ein handfesten Hinweis, direkt aus der Heeresversuchsanstalt. Damit rang der Leiter des wissenschaftlichen Geheimdienstes, Reginald Victor Jones, Churchill einen Aufklärungsflug über Peenemünde ab.

Solche Luftaufnahmen musste der britische Geheimdienst deuten: Keine einfache Aufgabe.

Die Luftaufnahmen der Aufklärer De Havilland «Mosquito» zerstreuten nicht alle Zweifel, im Gegenteil. Die Briten ahnten nur woran die Deutschen arbeiteten und brauchten Monate, um die Fotos richtig interpretieren zu können. Sie sahen «Lufttorpedos», wie sie die V2 nannten. Wundersame in der Luft endende Schienen, mit Verbrennungsspuren an der Basis: die Startrampen der V1. Ein heftiger Deutungskrieg entfachte sich in London: Anerkannte Wissenschaftler hielten Raketen für technisch unmöglich, für Hirngespinste von Fantasten, andere wollten sich nicht so sicher sein. Weitere hielten das Ganze für ein großangelegtes Ablenkungsmanöver der Nazis.

Rund 200 Berichte der Nachrichtendienste hatten sich seit Anfang des Krieges über merkwürdige Vorkommnisse um Peenemünde und der Ostseeküste angesammelt, ohne dass man genau wusste, was dort geschah. Um Klarheit zu schaffen bestellte Churchill… noch mehr Berichte. Er setzte eine Kommission ein, geleitet von seinem Schwiegersohn Edwin Duncan-Sandys, um die Frage zu klären: Arbeiten die Nazis in Peenemünde an einsatzfähigen und eventuell kriegsentscheidenden Waffen, ja oder nein? Gegen Ende Juni 1943 legte Sandys seinen dritten Bericht vor: Es gäbe ernstzunehmende Hinweise, dass die Deutschen tatsächlich funktionierende “Lufttorpedos” entwickelt hatten. Zwar gab es keine Gewissheit. Aber warten, ob serienreife Raketen irgendwann auf London einschlagen würden, war undenkbar. Also befahl Churchill am 29. Juni 1943 einen Luftangriff «größtmöglichen Ausmaßes».

Der Schwiegersohn soll’s richten – zumindest das Raketen-Rätsel: Edwin Duncan-Sandys heiratete Churchills Tochter und leitete die Peenemünde-Kommission.

Ein Geheimnis von 60 Quadratkilometern

Rückblickend stellt sich die Frage: Wie konnten die Alliierten eine Anlage und ein Programm solchen Ausmaßes so lange übersehen? Die Versuchsanstalt war auf einer Halb-Insel, leicht abzuriegeln und gut getarnt: Dächer waren mit Ästen versehen, die Straßen grün bemalt, Fassaden mit Netzen behangen, an klaren Tagen wurde ein künstlicher Nebel erzeugt. Die Schallisolation der Werke und die Filter des Kraftwerks waren so hochwertig, dass sie bis in die 90er-Jahre moderne Normen erfüllten. Die Ausdehnung der Anlage ließ sie unzusammenhängend wirken.

Britische Luftaufnahme von Peenemünde zur Vorbereitung der Bombardierung im August 1943.

Der Hauptgrund ist aber viel banaler: Man findet nur, was man sucht. Militärisch wirksame Raketen hielten alliierte Wissenschaftler für Science-Fiction, sie suchten gar nicht danach. Trotz des anonymen Briefs eines deutschen Wissenschaftlers, der ihn 1939 in der britischen Botschaft in Oslo abgab. Dort listete er alle geheimen Waffenprogramme der Nazis auf, darunter nannte er explizit eine Versuchsanstalt an der Ostsee. Zu fantastisch fanden die Briten den Inhalt, sie zweifelten sogar an der Unterschrift: «Ein Deutscher, der Ihnen wohlgesonnen ist.»

Reginald Jones glaubte jedoch dem Brief. In den seltenen «langweiligen Momenten des Krieges» las er ihn immer wieder. Für ihn war der «wohlgesonnene Deutsche» es wirklich: Seine Liste bewahrheitete sich nach und nach. Jones war in der einzigartigen Lage, aus vielen bruchstückhaften Hinweisen die ihn von verschiedenen Quellen erreichten ein ungefähres Mosaik erstellen zu können. Aus diesem Grund schenkte er einem Dokument, das ihn im März 1943 aus Luxemburg erreichte, besondere Aufmerksamkeit.

Diese Karte von Peenemünde brauchte vier Monate, um London zu erreichen.

Es war eine Skizze. Ein grob gezeichneter Plan und knapp 200 Wörter beschrieben die Versuchsanstalt und die V2: «Ein Geschoss von ca. 10 Metern, der Form einer Zigarre, das von einem Kubus startet. Zuerst wird es mit Gas gespeist, dann folgt eine Flamme, wonach sie sich um die Achse drehend rund 50 km geradeaus in die Höhe fliegt, um sich dann zu neigen um Entfernungen von mindestens 150, möglicherweise bis 250 km zurückzulegen».

Heute schicken wir Texte und Fotos in Sekunden um die Welt, doch die Skizze brauchte Wochen, um erstellt zu werden, und Monate, um London zu erreichen. Ihre Entstehung führt zurück nach Luxemburg Mitte 1942, als das Reich das Großfürstentum schluckte. Feldmarschall Keitel befahl, dass Luxemburger den Reichsarbeitsdienst so weit weg wie möglich von Frankreich absolvierten, um den Kontakt zu den widerstandsaffinen Franzosen zu vermeiden. Peenemündes Entfernung und der hohe Bedarf an Hilfsarbeitern machte es für rund 300 junge Luxemburger scheinbar ideal.

Vom kleinen Luxemburg ins «surrealistische Peenemünde»

Als man sie einzog überlegten Pierre Ginter, Henry Roth und Harri Lamborelle zu desertieren. Ihre Kontakte im Widerstand rieten jedoch ab, denn mit etwas Glück könnten sie vielleicht Wertvolles herausfinden. Eine unerhofft treffende Vorahnung.

Von links nach rechts: Henri Roth, Camille Sutor und Pierre Ginter. Besonders Ginter sympathisierte mit deuschen Offizieren, was ihm immer mehr Zugang verschaffte..

Ihre Berichte zeigen unbekümmerte junge Männer, obwohl der Kontinent in Flammen aufging. Auch in der Höhle des Löwen blieben sie aufmüpfig und schlagfertig. Als ein leicht rundlicher Offizier am Ostsee-Strand sie auffordert, bis zu einer Boje zu schwimmen, meinen sie: «Das machen wir, wenn Sie uns beweisen, dass Sie es können». Der Offizier nahm die Herausforderung an, streifte seine Kleider ab und schwamm mühelos zur Boje. Tests und Fragebögen beantworten sie launisch. Volkszugehörigkeit? Trotz der Annektierung ihrer Heimat sahen sie sich nicht als Deutsche, sondern als Luxemburger. Muttersprache? Luxemburgisch, logischerweise. Fremdsprachen? Französisch, Englisch und Deutsch natürlich. Als ein Vorgesetzter ihnen sagt: “Ihr Luxemburger seid eine komische Sorte. Nichts, aber auch gar nichts nehmt ihr ernst, disziplinierte Soldaten werdet ihr nie, ihr habt Euch die falsche Einheit ausgesucht” antworten sie: “Wir haben diese Einheit nicht ausgewählt, sie hat uns ausgewählt!”

Die Männer verstanden erst nach und nach, dass in Peenemünde geheime Waffen für den erhofften Endsieg produziert wurden. Sie sympathisierten mit ihren Vorgesetzten, die sie im Dialekt «dige Preisen» nennen, auf Hochdeutsch «dicke Preußen». Viele finden sie überaus korrekt, verzweifeln aber an deren Regimetreue. Ihren direkten Vorgesetzten schätzen sie, ein Akademediker und Pastor, mit dem sie gelegentlich sehr offen reden können. Doch sogar der glaubt an den Endsieg, auch wenn er zwischen den Zeilen zu erkennen gibt, dass er kein Freund Hitlers ist. Er sagt einem der Luxemburger im Vertrauen während eines Mittagessens im Dorf Peenemünde: “Seien Sie nicht gegen den Nationalsozialismus. Was wollen Sie als junger Mensch tun, wenn wir den Krieg gewonnen haben? Dann wird für Sie in Großdeutschland kein Weiterkommen sein.”

Dass sogar anständige Deutsche an die NS-Propaganda glauben stärkt ihre Entschlossenheit, zur Entdeckung Peenemündes beizutragen. Der 19jahrige Roth beschreibt in Briefen «Lufttorpedos», die das «Geräusch eines niedrig fliegenden Geschwaders» erzeugen – für nie Dagewesenes fehlen ihm die Worte. Er schreibt an seinen Bruder, der in Deutschland nah an Luxemburg lebte, innerdeutsche Post prüfte man weniger streng. Lamborelle bittet seine Familie um eine Kamera, er will die «schönen Momente» festhalten. Auf dem Hintergrund von Gruppenfotos plant er wichtige Bauten und vielleicht sogar Raketen abzulichten.

Ginter freundet sich mit einem Ingenieur an und übernimmt dessen Nachtdienste in der Telefonzentrale. Der Ingenieur will lieber seine Freundin besuchen. Wochenlang sitzt Ginter vergeblich seine Dienste ab, die Aktenschränke sind verschlossen. Doch eines Nachts hat er Glück: Ein Schlüsselbund liegt unter einer Ausgabe der Zeitung ‘Das Reich’. Ginter öffnet die Schränke, findet Pläne, fertigt Kopien, versteckt sie in seinem Stiefel. Ein deutscher Offizier überrascht ihn, Ginter bleibt bemerkenswert gefasst. Auf die Frage, was er denn mache, antwortet er: «Ich beklaue die deutsche Armee: Ich suche einen Umschlag und eine Briefmarke, um meinen Eltern zu schreiben.» Der Offizier lacht und bittet Ginter, ihn mit einer Bekannten zu verbinden.

Weitere Luxemburger, die ihren Reichsarbeitsdienst in Peenemünde absolvieren mussten.

Nach seiner Rückkehr Herbst 1942 verursachen Ginters Berichte bei Freunden Faszination und Skepsis. «Der erzählt Sachen…» vertrauen sie schmunzelnd einer Schlüsselfigur des Luxemburger Widerstands an, dem Arzt Fernand Schwachtgen. «Sehr lange und dicke Geschosse sollen ohne die Hilfe einer Kanone, einen feurigen Schweif hinter sich lassend, hoch hinauf in die Lüfte fliegen und Entfernungen von bis zu 200 km zurücklegen.» Sie sprechen nur noch vom «surrealistischen Peenemünde» und einer «futuristischen Welt».

Schwachtgen befragt wochenlang Ginter über einen Mittelsmann, Camille Sutor, um den direkten Kontakt zu vermeiden. Akribisch sammelt der Arzt Ginters Angaben, lässt sie von anderen Peenemünde-Rückkehrern prüfen und fasst alles auf der besagten Skizze zusammen. Über zwei Routen, Frankreich und Belgien, schickt er sie Anfang 1943 nach London. Er gibt die Empfangsbestätigung vor, «Danke für die gute Zigarre», die die BBC senden soll. Doch die kommt nie. Erst als er von der Bombardierung im Radio hört, weiß er, dass seine Skizze London erreichte.

Operation Hydra: Ein riskanter Luftangriff

Die Konsequenz der Luxemberger Unterlagen, die «Operation Hydra», war waghalsig. Die britische Luftflotte musste zur Minimierung einer Gegenwehr Nachts ausfliegen, für eine hohe Zielgenauigkeit waren Vollmond und günstige Witterung entscheidend. Das Ziel lag fern üblicher Kurse britischer Bomber, aber innerhalb der deutschen Nachtjagd. Für eine Chance auf Erfolg war ein vorgetäuschter Angriff auf Berlin zwingend. Die Deutschen sollten ihre Luftabwehr um die Hauptstadt massieren, die Zeit für einen Gegenschlag in der Luft fehlen.

Der Name der Operation war Programm: Wo welcher Kopf des Ungeheuers zuschlagen würde durfte nicht ersichtlich sein. Um die Trefferquote der an Flächeneinsätzen geübten Flotte zu erhöhen, trainierte man die Abwurfgenauigkeit. Die Fehldistanz verringerte sich von anfangs 900 Metern auf 300 – bei einer Flughöhe von 2.400 Metern statt der üblichen 5.800, eine zusätzliche Exponierung.

Der Plan glückte. In der Nacht zum 18. August 1943 warfen acht Mosquitos gegen 23 Uhr Leuchtbomben auf Berlin ab, Vorzeichen eines größeren Angriffs. Um 1.17 Uhr erreichte die erste Welle Peenemünde fast ohne Gegenwehr, sie galt den Unterkünften der Wissenschaftler, traf aber überwiegend Gefangenenlager. Rund 600 Zwangsarbeiter und viele Wissenschaftler starben. Darunter zwei unersetzbare Koriphäen: Dr. Walter Thiel, Chef-Entwickler des V2-Triebwerks, und Dr. Erich Walther, Leiter der Fertigung. Zwei Folgewellen zielten jeweils auf die Entwicklings- und Fertigungswerke. Insgesamt warfen 596 Flugzeuge – 324 Avro Lancaster, 218 Handly Page Halifax und 54 Short Stirling – 1.874 Tonnen Bomben ab.

Wissenschaftler Walter Thiel, Chef-Entwickler der V2, genoss mit Familie ein privilegiertes Leben auf Peenemünde.
Er starb beim britischen Luftangriff: Ein harter Schlag für das Programm meinte Wernher von Braun.

Hydra zwang die Deutschen, die Produktion auf dem Reichsgebiet dezentral in unterirdische Anlagen zu verlagern. Das Programm verlor viele wertvolle Monate, die Zeit, die laut Eisenhower zur Ausreifung der Waffen fehlte. Die Bilanz: Eine handvoll Luxemburger Jungs, ein Arzt, viele Helfer und eine Skizze veränderten den Verlauf des 2. Weltkriegs. Bisher war deren Beitrag außerhalb Luxemburgs kaum bekannt.

Warum man junge Männer eines besetzten Landes an so einem geheimen Ort stationierte bleibt ein Rätsel. Schwachtgen hatte eine Erklärung: Die Deutschen verfielen der eigenen Propaganda und dachten, ein Verwaltungsakt würde Luxemburger in treue Deutsche verwandeln. Nach dem Krieg verwies er auf einen anderen Aspekt: «Das Geringste, was die Deutschen den Luxemburgern hätten zutrauen sollen, war ihr Mangel an Diskretion.»

Veröffentlicht 2019 in der Special-Interest Zeitschrift Flugzeug Classic


Anmerkung:

Die Luxemburger “Jungs” waren lange in ihrer Heimat Helden, außerhalb kennt man deren Beitrag zur Entdeckung Peenemündes kaum. Heute geraten sie in Luxemburg langsam in Vergessenheit. Henri Roth starb Ende des zweiten Weltkrieges, irrtümlich von einem US-Soldaten erschossen. Pierre Ginter tauchte nach seiner Rückkehr von Peenemünde unter, um nicht in der Wehrmacht dienen zu müssen. Nach dem Krieg wurde er Leiter einer Fabrik. Eine kleine Erinnungstafel im Londoner Museum des Geheimdienstes erinnert an Roth und Ginter.

Dabei verdient deren Geschichte der Luxemburger mehr als eine kleine Tafel und kurze Artikel. Ihr Beispiel von Mut und Chuzpe ist inspirierend, besonders in Zeiten, wo es wieder Krieg in Europa gibt. Eine Graphic Novel ist denkbar, hier schon mal ein Cover von der französischen Zeichnerin Margot Darbinet.

Das Cover der Graphic Novel “Peenemünde: Operation Hydra”, die noch geschrieben werden muss.
Die drei Helden von Peenemünde: Henri Roth, Pierre Ginter und Camille Sutor.

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